Kerstin Brübach - Fachärztin für Augenheilkunde Radebeul
Fachärztin für Augenheilkunde Radebeul

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

 

Was bedeutet Makuladegeneration?

Die Makuladegeneration gehört zu den häufigsten Ursachen für Erblindung im Alter. Sie kann jeden treffen, dennoch können nach Umfragen nur etwa 18 Prozent aller Erwachsenen mit dem Begriff etwas anfangen.

 

Bei der Umwandlung von Lichtreizen in den Sinneszellen kommt ein photochemischer Prozess in Gang, dessen Abfallprodukte vom Auge abgebaut werden müssen. Eine alterbedingte Makuladegeneration (AMD) entwickelt sich, wenn das Auge dies nicht mehr schafft und entzündliche Prozesse jene Stelle auf der Netzhaut schädigen, mit der wir am schärfsten sehen, die Makula (der gelbe Fleck). Denn in der Makula sind die lichtempfindlichen Zellen am dichtesten gelagert – je mehr von ihnen absterben, desto schlechter wird das Sehvermögen. Diese Degeneration in Kombination mit schadhaften Blutgefäßen führt zu einer kreisförmigen Narbe auf der Netzhaut.

 

 

Erste Anzeichen für eine Makuladegeneration:
Gerade Linien verkrümmen sich oder in der Mitte des Blickfeldes erscheint plötzlich ein verschwommener Fleck. Das zentrale Gesichtsfeld geht nach und nach verloren, in den Randbereichen dagegen bleibt die Sehkraft erhalten. Der Krankheitsprozess beginnt normalerweise auf einem Auge. Im späteren Stadium ist meist auch das zweite Auge betroffen. Die Erkrankung ist nicht mit Schmerzen verbunden und wird in der Regel erst bemerkt, wenn sie bereits ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat.

 

 

Was die Diagnose für die Betroffenen bedeutet
Bei der Altersbedingten Makuladegeneration stößt die ärztliche Kunst an ihre Grenzen. Eine Heilung der Erkrankung ist bis heute nicht möglich. Verloren gegangenes Sehvermögen kann nicht wieder hergestellt werden.


In manchen Fällen ist es aber möglich, das Fortschreiten zu verlangsamen.

 

Man unterscheidet bei der AMD zwei unterschiedliche Erscheinungsformen. Bei der „trockenen Makuladegeneration“ tritt eine schleichende Verschlechterung des Sehvermögens auf, die oft genug einen Stillstand erfährt, so dass die Patienten mit optischen Hilfsmitteln bis ins hohe Alter lesen können.

 

Bei der „feuchten Makuladegeneration“ führen Blutgefäße zu Schwellungen der Netzhaut, weil sie in diese hineinwachsen und so die feinen Sinneszellen zerstören. Bei dieser Form kann eine Verödung mittels Laser spürbare
Besserung bringen.

 

 

Behandlung der Makuladegeneration

VEGF-Hemmer Gefäßneubildung im Rahmen der feuchten Makuladegeneration
Mit den VEGF-Hemmern, neuen Medikamenten, die in den Glaskörper des Auges zu injizieren sind, stehen wirksame Mittel zur Behandlung der feuchten AMD zur Verfügung. Wir informieren Sie gerne, wann und wie diese Medikamente zum Einsatz bei Betroffenen kommen können. Der kostenintensive Einsatz dieser VEGF-Hemmer wird meist von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.  

 

Nahrungsergänzungsmittel bei der trockenen Makuladegeneration

Die schädigende Wirkung „freier Radikale“, u. a. durch den hochenergetischen blauen und ultravioletten Anteil des Sonnenlichts begünstigt, kann durch die Antioxidativa Vitamin C und E, Lutein, Zeaxanthin, Zink, Kupfer und Selen vermindert werden. In Studien wurde nachgewiesen, dass eine erhöhte Zufuhr dieser Stoffe das Risiko des Fortschreitens der Erkrankung vermindern kann. Selbst bei einer ausgewogenen Ernährung ist eine optimale Bedarfsdeckung für die Augen aber nur schwer zu erreichen. Sie können deshalb konzentriert als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die Nahrungsergänzungsmittel gehören nicht zur Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und werden mit Ihnen privat abgerechnet.
 

Eine frühzeitige Diagnose kann Ihnen helfen, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Da die trockene Form auch in die feuchte Form übergehen kann, ist eine regelmäßige Überprüfung durch den Augenarzt wichtig. Er wird Sie rechtzeitig beraten, welche Sehhilfen Ihnen Erleichterung verschaffen.

 

Wenn Sie wegen Ihres Sehvermögens Sorgen oder Befürchtungen haben, sprechen Sie uns bitte sofort an. Nur eine fachärztliche Diagnose kann Sicherheit bieten. In vielen Fällen liegen die Ursachen ganz woanders.